Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Die strukturierte Patientenablage

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Virtueller Fortbildungsabend für ASB-Einsatz- und Führungskräfte

Gemäß der DIN 13050 ist eine Patientenablage eine Stelle an der Grenze des Gefahrenbereiches, an der Verletzte oder Erkrankte (Patient:innen) gesammelt und soweit möglich erstversorgt werden. Inhaltlich weist diese Begriffsbestimmung auf das Risiko hin, dass bei einem Massenanfall kurzzeitig zu einem Ressourcenmangel in der medizinischen Versorgung kommen kann. Um diesem Risiko entgegen zu wirken und ggf. das Maß der Abweichung von der standardisierten medizinischen Individualversorgung im Ressourcenmangel so gering wie möglich zu halten, sind Aufbau und Betrieb von Patientenablagen in einem MANV bereits fester Bestandteil der rettungsdienstlichen Einsatztaktik. Ziel ist es, lageangepasst die rettungsdienstliche Ressourcen so einzusetzen, dass alle Patient:innen angemessen davon profitieren.

Einerseits ist die strukturierte Patientenablage eine Chance, in einem standardisierten Aufbau mit definiertem Personaleinsatz die medizinischen Versorgungsketten für Patient:innen von deren Auffindeort bis in die Kankenhausaufnahme zu standardisieren, andererseits können Einsatzart, - Dimension und -Dynamik es notwendig machen, Änderungen der medizinischen Prozessketten hinzunehmen und Patientenablagen situationsprozessual zu organisieren.

Welche Unterschiede zwischen strukturierter Patientenablage und anderen Lösungsansätzen bestehen? Welche Sonderformen von Patientenablagen gibt es? Welche Kernelemente des Betriebes sind sicherzustellen? Diese Fragen sollen in dieser virtuellen Fortbildung diskutiert werden, durch die Fritjof Brüne und Jürgen Schreiber mit ihrer katastrophenmedizinischen Kompetenz führen.