Teilhabe

Das Menschenrecht auf Sexualität

19607

Trotz Inklusionsbemühen ist Sexualität noch immer kein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens von Menschen mit Behinderung. Theoretisch zwar enttabuisiert ist in der Praxis immer noch weitgehend unklar, wie die Forderung nach größtmöglicher sexueller Selbstbestimmung in den Bereichen Wohnen und Arbeiten umgesetzt werden kann. Unbestritten ist, dass Sexualität ein Menschenrecht ist. Aber wie gehen respektvolle Begleitung und direkte Hilfen im Alltag der Institutionen konkret zusammen? Wie werden Infantilisierung, Gewalt und Nichtstattfinden von Aufklärung verhindert? Welcher Umgang mit "sexuellen Auffälligkeiten" ist professionell und human?

Neben der Vermittlung von Fachinformationen werden in diesem Seminar die für den Begleitungsalltag grundlegenden Themen der sexualitätsbezogenen Betreuung von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsbildern erörtert. Ziel ist eine Klärung der eigenen Position der Teilnehmenden, um im und mit dem Team fachgerecht sexualitätsbegleitend zu handeln.

  • "Was behindert Sexualität?" - Zur Lebenssituation von Menschen mit Behinderung
  • Behindertenrechtskonvention, Grundgesetz, Strafgesetzlichkeiten: Rechtliche Maßgaben für professionelle Sexualitätsbegleitung
  • Ansicht und Reflexion sexualpädagogischer Alltagssituationen in der Behindertenhilfe
  • Über Nähe und Distanz, Intimität und Öffentlichkeit, direkte Hilfen und Sorge vor Grenzüberschreitungen
  • Kinderwunsch und Elternschaft
  • Zum institutionellen Umgang mit sexueller Gewalt