Pflege und Betreuung

Gesundheitliche Versorgungsplanung

19400

für die letzte Lebensphase nach § 132g Abs. 3 SGB V

Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz wurde in § 132g SGB V die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase als neues Leistungsangebot in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe eingeführt. Inhalt der gesundheitlichen Versorgungsplanung ist ein individuelles, auf die Situation der Leistungsberechtigten zugeschnittenes Beratungsangebot zur medizinisch-pflegerischen, psychosozialen und/oder seelsorgerlichen Versorgung.

Die Beraterin steht der Leistungsberechtigten im Prozess der Entscheidungsfindung für die Versorgung in der letzten Lebensphase zur Seite. Diese Gespräche sind geprägt von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen sowie vertraulichen Informationen. Die Auseinandersetzung über medizinisch-pflegerische Abläufe, Möglichkeiten, Ausmaß und Intensität von medizinischen Interventionen sowie palliativ-medizinischer und palliativ-pflegerischer Maßnahmen ist eine sehr emotionale Situation. Für die Beratung und Begleitung in diesem Prozess bedarf es deshalb einer hohen personalen und fachlichen Kompetenz sowie entsprechender Erfahrungen.

Diese Weiterbildung greift die spezifischen Anforderungen dieser Beratungstätigkeit auf und vermittelt hierzu grundlegende Kenntnisse.

  • Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung
  • Vermittlung von Kenntnissen zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten
  • Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Kommunikation in Beratungsgesprächen
  • Dokumentation und Vernetzung
  • Anwendung des Erlernten im Rahmen eines Intensivtrainings in Kleingruppen

Nach den ersten beiden Modulen (theoretischer Teil) führt jeder Teilnehmer vier Beratungsgespräche in der eigenen Einrichtung durch. Diese Gespräche werden durch einen Dozenten aus dem Netzwerk des Teilnehmers begleitet. Bei der Suche nach geeigneten Netzwerkpartnern werden die Teilnehmer durch die Dozenten der Weiterbildung beraten und unterstützt. Die begleitenden Gesprächspartner (Netzwerkpartner) schließen mit dem ASB Bildungswerk eine Vereinbarung über die Art der Begleitung, Reflexion und deren Dokumentation.

Anschließend führt jeder Teilnehmer innerhalb eines Jahres sieben Beratungsprozesse durch, für die die Einrichtung die pauschale Vergütungsleistung der Krankenkassen bereits in Anspruch nehmen kann.

Intervisionsgruppen: Während dieses Teils der Weiterbildung findet eine Vernetzung und kollegiale Unterstützung zwischen den Weiterbildungsteilnehmern in Kleingruppen statt.

Organisation:

Die Weiterbildung wird berufsbegleitend durchgeführt und hat einen Gesamtumfang von 80 Unterrichtsstunden Präsenzzeit zzgl. der Zeit für die selbstständig durchgeführten, reflektierten und dokumentierten Beratungsgespräche und Kleingruppenarbeit.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung nach der Vereinbarung zu § 132g Abs. 3 SBG V.

Weiterbildung 1. Teil

Modul 1

23.01.2019 - 25.01.2019

Modul 2

25.02.2019 - 27.02.2019

Beratungsprozesse:

Zwischen Modul 2 und 3 führen die Teilnehmer vier begleitete Beratungsgespräche durch

Vor- und Nachbereitung, Reflexion und Dokumentation umfassen insgesamt mindestens 12 UStd.

Modul 3

20.05.2019 - 21.05.2019

Supervision und Coaching der in der Zwischenzeit durchgeführten Beratungsgespräche

Weiterbildung 2. Teil

7 Beratungsprozesse + Intervisionsgruppen

Modul 4

2 Tage in 2020

Supervision und Coaching der in der Zwischenzeit durchgeführten Beratungsgespräche